Muslimbruderschaft bleibt verbotene Bewegung

Eine Gruppe von Demonstranten hält Schilder mit einer Hand darauf und ruft Parolen.
Eine entsprechende Beschwerde wurde abgewiesen.

Die ägyptische Muslimbruderschaft ist mit einer Beschwerde gegen ihr Verbot gescheitert. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur MENA am Mittwoch. Im September hatte ein Gericht die Muslimbruderschaft und all ihre Aktivitäten verboten – somit auch ihren politischen Arm, die Freiheits- und Gerechtigkeitspartei (FJP). Die Bewegung, deren Führungspersonen fast alle in Haft sind und wie Ex-Präsident Mohammed Mursi auf die Fortsetzung ihrer Prozesse warten, legte bei einem Kairoer Gericht für dringende Fälle Beschwerde ein, doch die wurde abgewiesen.

Nur wenige Köpfe aus der Führungsriege der Bruderschaft haben es geschafft, den Handschellen zu entkommen. Sie haben Flughafenpersonal in Kairo mit mehreren Tausend Euro bestochen oder sind zu weiter weg gelegenen Flughäfen gefahren, um von dort aus zu entkommen. Etwa nach Katar, schreibt die Washington Post.

Nicht entkommen ist Ex-Präsident Mursi, der bei seinem Prozessbeginn am Montag von einer „Farce“ sprach und sich gegen das Gericht wehrte. „Ich bin Dr. Mohammed Mursi, legitimer Präsident der Republik“, stellte sich der 62-Jährige dort vor.

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