Politik | Ausland
08.11.2018

Mordanschlag auf Spaniens Ministerpräsidenten Sanchez vereitelt

Verdächtiger wollte sich für geplante Exhumierung Francos rächen. Festnahme erfolgte vor mehreren Wochen.

Die katalanische Polizei Mossos d'Esquadra hat nach eigenen Angaben ein Attentat auf Ministerpräsident Pedro Sanchez vereitelt. Vor drei Wochen habe man einen Mann festgenommen, der einen Mordanschlag auf den sozialistischen Politiker (46) geplant habe, teilten laut der Deutschen-Presseagentur die Behörden am Donnerstag in Barcelona mit.

Im September geschnappt

Nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP wurde er bereits im September inhaftiert. Der Verdächtige habe sich nach bisherigen Erkenntnissen für die Pläne der sozialistischen Regierung rächen wollen, die in einem riesigen Mausoleum nordwestlich von Madrid liegende Leiche des früheren Diktators Francisco Franco (1892-1975) umzubetten.

16 Schusswaffen

Der 63-Jährige stammt aus dem katalanischen Terrassa. Er sei ein erfahrener Schütze, besitze einen Waffenschein und habe bei einem privaten Sicherheitsdienst gearbeitet, hieß es. In seinem Haus habe der Mann 16 Schusswaffen gehabt, darunter Präzisionsgewehre und auch ein Sturmgewehr. Nach Medienberichten soll der Mann seine Anschlagspläne unter anderem in sozialen Netzwerken angekündigt haben.

Der nicht vorbestrafte Verdächtige sei bereits dem Richter vorgeführt worden und sitze nun in Terrassa rund 30 Kilometer nordwestlich der katalanischen Hauptstadt Barcelona in Untersuchungshaft, teilte eine Sprecherin der Justiz in Katalonien der Deutschen Presse-Agentur mit.