Politik | Ausland
17.06.2018

Mindestens 18 Tote bei Attentat während Feuerpause in Afghanistan

Anschlag galt Treffen von radikalislamischen Taliban, Zivilisten und der Regierung zur Feier des Waffenstillstandes.

Bei einem Selbstmordattentat in der ostafghanischen Provinz Nangarhar sind mindestens 18 Menschen getötet worden. Das berichtete der Sprecher der Provinz, Attaullah Chogiani, am Sonntag. Mindestens 49 Menschen seien verletzt worden. Zuvor war von 15 Toten und 45 Verletzten die Rede gewesen.

Der Anschlag habe einem Treffen von radikalislamischen Taliban, Zivilisten und Regierungsmitgliedern zur Feier eines landesweiten Waffenstillstandes gegolten, sagte Chogiani. Mehr als 1.000 Menschen seien dafür in der Provinzhauptstadt Jalalabad zusammengekommen.

Wer hinter der Tat steckte, blieb zunächst unklar. Am Vortag hatte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ebenfalls in Nangarhar mit einem Anschlag auf ein ähnliches Treffen 36 Menschen getötet und 65 verletzt. Darunter waren Talibankämpfer, Sicherheitskräfte und Zivilisten.