Politik | Ausland
09.08.2018

Mehr als 40 Tote bei Luftangriff auf Schulbus im Jemen

Mehr als 60 Verletzte. Kinder waren auf dem Weg in Sommerschule.

Bei dem verheerenden Luftangriff auf einen Schulbus im Jemen ist die Anzahl der Todesopfer auf mindestens 43 gestiegen. Mindestens 63 Personen seien verletzt, viele davon schwer, sagte der Sprecher des von Rebellen kontrollieren Gesundheitsministeriums, Youssef al-Hadri, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.

Die meisten der Opfer seien Kinder, die in eine Sommerschule in der Provinz Saada im Norden des Landes fahren sollten, sagte er. Zuvor war von 39 Todesopfern die Rede gewesen.

Es handelt sich um einen der schwersten Luftangriffe auf Zivilisten in dem Bürgerkriegsland. Das Ministerium macht eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition für die Tat verantwortlich, das die Lufthoheit hat. Seit mehr als drei Jahren bombardiert es Stellungen der Houthi-Rebellen im Bürgerkriegsland und tötete dabei Tausende Menschen, darunter viele Zivilisten. Seine Bombardements trafen unter anderem Hochzeiten, Trauerfeiern oder belebte Märkte. Seit der Eskalation des Konfliktes 2015 sind insgesamt mehr als 10.000 Menschen getötet worden, darunter Tausende Zivilisten.