Mehr als 2.000 Jihadisten aus Saudi-Arabien kämpfen im Ausland

Ein Mann mit einer schwarzen Flagge und einem Gewehr geht eine Straße entlang.
Etwa 70 Prozent sind für islamistische Gruppen in Syrien im Einsatz.

Mehr als 2.000 Staatsbürger Saudi-Arabiens kämpfen nach Regierungsangaben für jihadistische Gruppen im Ausland. Etwa 70 Prozent von ihnen seien in Syrien im Einsatz, sagte ein Sprecher des Innenministeriums der Tageszeitung Al-Hajat.

"Die Zahl der Saudi-Araber, die nachweislich in Konfliktgebieten sind, liegt bei 2093", sagte der Sprecher. Davon seien 1540 in Syrien, wo der "Islamische Staat" (IS) Mitte 2014 weite Gebiete des Landes unter seine Kontrolle brachte, inzwischen aber teilweise zurückgedrängt wurde. Auch im Jemen, Afghanistan und Pakistan und im Irak seien saudi-arabische Kämpfer aktiv.

Zum Vergleich: Seit 2011 sind laut einer Studie des Zentrums für die Untersuchung von Radikalisierung und politischer Gewalt (ICSR) rund 5.000 Menschen aus Westeuropa in die Krisengebiete in Nahost gereist, um sich dort dschihadistischen Gruppierungen anzuschließen (Stand: Oktober 2016).

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