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Politik | Ausland
12/22/2018

Markus Söder: "Seehofer ist und bleibt Innenminister"

Der neue CSU-Chef soll auf dem Sonderparteitag am 19. Jänner gewählt werden. Söder ist der einzige Kandidat.

Der designierte CSU-Chef Markus Söder hat sich für einen Verbleib Horst Seehofers an der Spitze des deutschen Innenministeriums ausgesprochen. "Wir haben Stabilität versprochen. Das gilt auch für Personen", sagte Söder den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagausgaben). "Horst Seehofer ist und bleibt Innenminister." Seehofer hatte angekündigt, den Vorsitz der CSU am 19. Jänner abzugeben.

Es wurde spekuliert, ob Seehofer dann auch sein Ministeramt abgibt. Der neue CSU-Chef soll auf dem Sonderparteitag am 19. Jänner gewählt werden. Bayerns Ministerpräsident Söder ist der einzige Kandidat. Seine Wahl gilt als sicher.

Kritik an Merz

Söder forderte eine langfristige Strategie gegen die rechtspopulistische AfD, die inzwischen in allen Landesparlamenten und im Bundestag vertreten ist. "Wir dürfen der AfD nicht verbal hinterherlaufen, sondern müssen durch praktische Politik Probleme lösen", sagte Söder laut Vorabbericht. Er kritisierte Friedrich Merz, der für den CDU-Vorsitz kandidiert hatte, wegen seiner Einschätzung, die AfD lasse sich "halbieren". Es sei leicht, von außen über die AfD zu spekulieren, sagte Söder. "Niemand sollte glauben, dass man die AfD so schnell aus den Parlamenten treiben kann. Rechtspopulismus ist ein internationales Phänomen."

Merz war Annegret Kramp-Karrenbauer unterlegen, die seit dem Parteitag Anfang Dezember in Hamburg die CDU führt. Zu Kramp-Karrenbauer habe er "einen guten Draht", sagte Söder. "Das wird ein gutes Miteinander werden."