12.500 NATO-Soldaten manövrieren in Polen
Inmitten der andauernden Krise um die Ukraine startet die NATO am Mittwoch ein groß angelegtes Manöver mit tausenden Soldaten im Norden Polens. An der Übung namens Anaconda nehmen insgesamt etwa 12.500 Soldaten teil, rund 750 davon aus acht anderen NATO-Mitgliedstaaten, teilte das polnische Verteidigungsministerium am Dienstag in der Hauptstadt Warschau mit. Demnach beteiligen sich neben Polen Estland, Großbritannien, Kanada, Litauen, die Niederlande, Tschechien, Ungarn und die USA an dem Manöver.
Die seit dem Jahr 2006 in Abständen von zwei Jahren regelmäßig stattfindende Übung soll den Angaben zufolge bis zum 3. Oktober dauern. Zentrales Ziel ist, für den Ernstfall eine mögliche Stationierung schneller Eingreifkräfte der NATO zu trainieren. Das Manöver sei "ein dauerhaftes Ausbildungselement der Allianz", erklärte das polnische Verteidigungsministerium.
Vor allem Polen und die baltischen Staaten sorgen sich angesichts des russischen Vorgehens in der Ukraine um ihre Sicherheit. Anfang September beschloss die NATO unter anderem den Aufbau einer neuen Kriseneingreiftruppe sowie einen Aktionsplan für Osteuropa, mit dem das Bündnis seine Präsenz vor Ort erhöhen will. Zudem wollen die 28 NATO-Staaten wieder mehr Geld in die Verteidigungsbudgets investieren.
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