Politik | Ausland
22.05.2017

Macron will Arbeitsrecht lockern

Frankreichs neuer Präsident führt am Dienstag Gespräche über eine Arbeitsrechtsreform

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfängt am Dienstag Vertreter der Gewerkschaften und der Arbeitgeber. Bei den Treffen soll es insbesondere um eine Reform des strengen Arbeitsrechts gehen, dessen Lockerung Macron versprochen hatte.

Macrons Premierminister Edouard Philippe hatte zuvor auf eine schnelle Arbeitsmarktreform gedrängt. "Wir können nicht zwei Jahre warten, um diese Aufgabe zu erledigen", sagte der gemäßigt konservative Politiker in einem Interview mit der französischen Sonntagszeitung "Le Journal du Dimanche". Schließlich seien die Änderungen des Arbeitsrechts "eine bedeutende Reform".

Die Arbeitsmarktreform Macrons sei bereits "gut durchdacht", sagte Philippe. Nun müsse sie mit allen Gewerkschaften und im Parlament besprochen werden, "um sie anzureichern und zu erklären". Der Premier sicherte den Gewerkschaften zu, seine Regierung gehe "mit Offenheit und gutem Willen" in die Gespräche. Klar sei aber auch, dass Frankreich "vorankommen" müsse.

Macron will das Arbeitsrecht lockern, darunter die 35-Stunden-Woche. Damit will der Präsident die Arbeitslosigkeit im Land bekämpfen. Ein ähnlicher Versuch seines Amtsvorgängers Francois Hollande hatte im vergangenen Jahr Massenproteste in Frankreich ausgelöst.