Politik | Ausland
19.01.2019

Kurz: "Harter, ungeordneter Brexit würde uns allen schaden"

Für eIne Verschiebung des britischen EU-Austritts "um ein paar Monate" ist Kurz offen.

Bundeskanzler Sebastian Kurz hat sich unter jene Politiker in Europa eingereiht, die unter Bedingungen bereit wären, den EU-Austritt Großbritanniens über den 29. März hinaus zu verschieben. "Wenn London eine ordentliche Strategie und ein Plan vorlegt, dann wäre eine Verschiebung des Austrittstermins um ein paar Monate vorstellbar", sagte Kurz der deutschen Zeitung "Welt am Sonntag".

No-Deal-Szenario soll vermieden werden

"Großbritannien ist jetzt am Zug, seine Vorstellungen zu präzisieren", betonte der Kanzler. Kurz betonte, dass alle Seiten von einem Verhandlungsergebnis nur profitierten. "Ein harter, ungeordneter Brexit würde uns allen schaden", sagte er. Daher verfolge man in der EU die Strategie, ein No-Deal-Szenario zu vermeiden. "Aber auch darauf sind wir vorbereitet."

Das britische Unterhaus hatte am Dienstag den von Premierministerin Theresa May mit Brüssel ausgehandelt Austrittsvertrag mit großer Mehrheit abgelehnt. Einen harten Brexit ohne Vereinbarung mit der EU schließt die Regierungschefin mittlerweile nicht mehr aus.