Maradona dementiert Gerücht über Fidel Castros Tod

Diego Maradona sitzt an einem Tisch und hält ein signiertes Dokument in der Hand.
Präsentiert Brief des Revolutionsführers: Fidels Neffe erzählt über Besuch bei dem 88-Jährigen, „bei guter Gesundheit.“

Als ob man den Weltmeister-Pokal zu Hause stehen hätte!“ Diego Maradona tat am Montag im kubanischen Fernsehen seine Begeisterung über den Brief kund, den er soeben, während seines Aufenthalts auf der Insel, erhalten hatte. Das mehrseitige Schreiben trägt die Unterschrift Fidel Castro Ruiz, stammt also offensichtlich vom Revolutionsführer persönlich.

Eine Überraschung, nicht nur für den Ex-Fußballstar, hatten sich doch in den letzten Wochen wieder einmal die Gerüchte über den Tod Fidels gehäuft. Vor einigen Tagen geisterte sogar die Meldung von einer offiziellen Pressekonferenz der kubanischen Regierung durch die sozialen Medien , bei der das Ableben von Kubas unumstrittener Führungsfigur verkündet werden sollte. Das Ganze stellte sich schließlich als Verwechslung heraus. Eine Tageszeitung aus Kenia hatte über den Tod des Sohnes eines Oppositionspolitikers in ihrer Online-Ausgabe berichtet – und der trug den selben Namen.

Maradona hat seit Jahren beste Beziehungen zu den Castros. Bei mehrfachen Aufenthalten in Kliniken auf der Karibikinsel wurde er nicht nur von einer gewaltigen Menge Übergewicht, sondern auch von seiner Kokain-Abhängigkeit befreit. Seither ist der Argentinier regelmäßig zu Besuch in Havanna. Soeben hat er zwei neue Ausgaben seiner Fußball-Show für den Sender telesur in Havanna abgedreht. Fidel, so betonte Maradona gegenüber dem Sender, habe die Sendungen bereits gesehen.
Neben Maradona ließ die Regierung in Havanna einen zweiten prominenten Zeugen auftreten. Auch Fidels Neffe Alejandro Castro – er ist der Sohn von Bruder Raul, dem heutigen Präsidenten – bestätigte, dass der Revolutionsführer am Leben und „bei guter Gesundheit“ sei. Er habe ihn erst vor wenigen Tagen besucht.

Tatsächlich gesehen aber wurde Fidel Castro schon seit einem Jahr nicht mehr. Da war der Ex-Präsident, der 2006 wegen einer schweren Erkrankung von allen Ämtern zurückgetreten war, überraschend bei der Eröffnung einer Galerie erschienen. Danach gab es lediglich noch ein Foto anlässlich eines Besuches von Nicolas Maduro, Staatschef des engen Verbündeten Venezuela.

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