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Politik Ausland
09/21/2018

Katalanen fordern Freilassung von Separatisten

Zum Jahrestag der Polizeiaktion gegen das Unabhängigkeitsreferendum demonstrierten Tausende in Barcelona.

Tausende Menschen sind in Barcelona für die Freiheit von inhaftierten Politikern der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung auf die Straße gegangen. Die Demonstration am Donnerstagabend fand am ersten Jahrestag einer Polizeiaktion statt, die das Unabhängigkeitsreferendum am 1. Oktober 2017 in der spanischen Region verhindern sollte.

Der 20. September 2017 war einer der angespanntesten Tage zu Beginn der Krise in Katalonien. Polizisten beschlagnahmten Dokumente aus dem katalanischen Wirtschaftsministerium und nahmen 14 Personen fest. Auch die Präsidenten der einflussreichen katalanischen Gruppen Katalanische Nationalversammlung (ANC) und Òmnium Cultural, Jordi Sànchez und Jordi Cuixart, wurden an diesem Tag festgenommen. Sie sitzen seit Oktober in Untersuchungshaft. Ihnen wird "aufrührerisches Verhalten" zur Last gelegt.

Unter den Demonstranten war auch der katalanische Regionalpräsident Quim Torra. Der ehemalige Regionalpräsident Carles Puigdemont erinnerte sich von Brüssel aus auf Twitter an den Tag vor einem Jahr: "Die Institutionen wurden verletzt und die Menschen gingen auf die Straße." Er fügte hinzu: "Der Staat verhandelt nicht: Er bestraft und erniedrigt; Rache statt Gerechtigkeit". Puigdemont hatte sich 2017 nach Belgien abgesetzt, um der spanischen Justiz zu entgehen.

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