Putin treibt den Ausbau der Eurasischen Union voran

Wladimir Putin, Nursultan Nasarbajew und Alexander Lukaschenko posieren vor einer Skyline.
Wladimir Putin gab bei Gipfel in Kasachstan das Ziel vor - eine Währungsunion.

Der russische Präsident Wladimir Putin steigt weiter aufs Gas, um "seine" Eurasische Union voranzubringen. Bei einem Gipfel in der kasachischen Hauptstadt Astana sagte der Kreml-Lenker, dass die Zeit gekommen sei, über die Gründung einer Währungsunion zu sprechen. Anwesend waren die Präsidenten der drei Gründungsstaaten: Neben Putin Gastgeber Nursultan Nasarbajew sowie der Weißrusse Alexander Lukaschenko. Mittlerweile gehören auch Armenien und Kirgisistan dem Bündnis an. Die zentralasiatischen Republiken Usbekistan und Tadschikistan zeigen Interesse, beizutreten.

"Wenn wir Schulter an Schulter arbeiten, ist es leichter, auf äußere Bedrohungen – finanzielle und wirtschaftliche – zu reagieren und unseren gemeinsamen Markt zu schützen", betonte der russische Präsident, der zwischen Europa und Asien einen dritten Block etablieren möchte.

Derzeit leben in der Eurasischen Union rund 185 Millionen Menschen, das BIP der fünf Staaten lag 2012 vor allem wegen der Erdöl- und Erdgas-Produktion bei respektablen 3,6 Billionen Euro, dürfte nach dem Verfall des Ölpreises derzeit aber klar darunter sein. Zum Vergleich: Im EU-Markt mit seinen rund 500 Millionen Bürgern wurde 2012 und 2013 jeweils ein BIP von 13,5 Billionen Euro erwirtschaftet.

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