IS-Anschläge vereitelt

Es ging um ferngesteuerte Bomben. Festnahme auch in Deutschland.

Die Planung war weit fortgeschritten", hieß es am Donnerstag aus dem kanadischen Grenzschutz. Die Behörde hatte zu Wochenbeginn einen seit zehn Jahren im Land lebenden Pakistani verhaftet, der Anschläge auf den Finanzdistrikt von Toronto geplant haben soll.

Der Anhänger des "Islamischen Staates" war den Behörden aufgefallen, als er 2013 eine Nordafrika-Reise unternahm. Seither wurde verdeckt gegen ihn ermittelt. Es war auch ein verdeckter Ermittler, dem der Mann von seinem Vorhaben erzählte, ferngesteuerte Bomben vor der US-Vertretung und anderen Gebäuden zu zünden. Gegen den 33-Jährigen soll keine Anklage erhoben werden, er soll als "potenzielle Bedrohung für die kanadische Sicherheit" nach Pakistan abgeschoben werden.

Auch in Frankfurt wurde ein "Gefährder" festgenommen – eine Person, der schwere staatsgefährdende Straftaten zugetraut werden. Der 18-Jährige, der vorigen Herbst zum IS nach Syrien gereist war, war bereits Ende Februar beim Grenzübertritt von Syrien in die Türkei verhaftet und nun nach Deutschland abgeschoben worden.

Offensive

Seit Monaten versucht eine internationale Allianz, den IS-Terror in seinem Ursprungsgebiet in Nahost einzudämmen – teils mit Erfolg. Im irakischen Tikrit, der Heimatstadt des 2003 gestürzten Diktators Saddam Hussein, gerät die jüngste Großoffensive der irakischen Armee aber offenbar ins Stocken. Der IS leistet erheblichen Widerstand – mit Scharfschützen, Autobomben und Sprengfallen. Würde Tikrit dennoch von der Armee zurückerobert, wäre das ein großer Erfolg bei deren Vorrücken auf Mossul, die Hochburg des IS im Irak.

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