Angst vor "Kamikaze"-Drohnen der IS
Unbestätigt sind Meldungen von offiziellen Vertretern der von den USA angeführten Anti-IS-Koalition, dass vorige Woche eine IS-Drohne abgeschossen wurde. Hintergrund von Befürchtungen, dass die Terroristen die Drohnen schon bald zum Kampf einsetzen könnten, war der Abschuss dieses "ferngesteuerten Flugzeuges" in der Nähe der irakischen Hauptstadz Falludschah. Angaben von US-Streitkräften zufolge war die feindliche Drohne etwa 20 Minuten in der Luft gewesen. Der Armeesprecher der Anti-IS-Koalition John Moore, sagte, dass der IS bereits über mehrere Überwachungsdrohnen verfüge.
Kampfdrohnen
Der Markt der Drohnen mit Überwachungsfunktion sei groß, sagte ein Experte in Washington. Warum also solle auch nicht die IS darüber verfügen? Man könne die unbemannten Fluggeräte sogar über Internet bestellen. Im Raum steht einzig die Befürchtung, dass die Terroristen die Drohnen aufrüsten und im Kampf verwenden könnten. Harmlose Drohnen könnten gefährliche "Kamikaze"-Drohnen werden, so Christopher Harmer vom "Study of War"-Institut in Washington DC.
Zivilisten unter den Opfern
Die US-Streitkräfte setzen die unbemannten Kampfflugzeuge aktuell gegen die Jihadistenmiliz im Irak und in Syrien ein. Außerdem fliegen sie Drohnenangriffe auf Anhänger und Verbündete des Terrornetzwerks El-Kaida in Pakistan und Afghanistan sowie im Jemen und in Somalia. Vor allem im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet wurden bei den Angriffen in der Vergangenheit auch immer wieder Zivilisten getötet. Menschenrechtsaktivisten kritisieren außerdem, dass der Einsatz von Kampfdrohnen gegen Terrorverdächtige einer Hinrichtung ohne Gerichtsverfahren gleichkomme.
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