Matteo Renzi

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Terrorismus
12/06/2015

Italien will sich nicht aktiv an Anti-IS-Koalition beteiligen

Gegen Terrorismus fordert der italienische Regierungschef Renzi mehr Investitionen in Kultur.

Italien wird sich nicht aktiv an einem breiten Bündnis im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) beteiligen. "Wir müssen die Terroristen ausmerzen. Das, was wir nicht brauchen, ist jedoch eine Mehrzahl vereinzelter Reaktionen ohne strategischen Blick. Wir können uns alles erlauben, nur nicht ein zweites Libyen", sagte Italiens Premier Matteo Renzi.

Italien habe bereits 2001 widerwillig dem Druck der westlichen Partnern nachgegeben und sich an den Bombenangriffen gegen Libyen beteiligt. "Vier Jahre Bürgerkrieg in Libyen bezeugen, dass dieser Beschluss damals nicht glücklich war. Heute ist eine andere Strategie notwendig", kommentierte Renzi im Interview mit der Mailänder Tageszeitung Corriere della Sera am Sonntag. "Man kann sich nur dann einen Krieg erlauben, wenn man klar sieht, was danach geschieht", so Renzi.

Frankreichs "Reaktion verständlich"

Er begreife die Bemühungen von Frankreichs Präsidenten Francois Hollande, nach den Anschlägen in Paris eine große Anti-IS-Koalition aufzubauen. "Hollandes Reaktion ist verständlich. (...) Es ist richtig, den Kampf gegen den IS zu verschärfen, man muss über das 'Wie' diskutieren", meinte Renzi.

"Wir dürfen nicht vergessen, dass die Anschläge in der Peripherie europäischer Städte geplant wurden. Es muss auch bei uns eine Antwort geben. Wir brauchen Schulen und Theater, nicht nur Bomben und Raketen. Daher wird Italien für jeden Euro, der in Sicherheit investiert wird, einen in Kultur investieren", so Renzi.

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