Politik | Ausland
12.07.2018

Italien plant Libyen-Konferenz im Herbst

Premier Conte: "Land muss in seinem Stabilisierungsprozess auf dem Weg zu Wahlen unterstützt werden".

Italien will im Herbst eine Libyen-Konferenz organisieren. Dies berichtete der italienische Premier Giuseppe Conte nach dem NATO-Gipfel am Donnerstag in Brüssel. "Der Stabilisierungsprozess in Libyen darf nicht nur Italien, oder Frankreich betreffen. In Libyen gibt es viel zu tun, das Land muss in seinem Stabilisierungsprozess auf dem Weg zu Wahlen unterstützt werden", sagte Conte.

Es dürfe nicht zu früh zu Wahlen in Libyen kommen. "Die Geschichte lehrt uns, dass wir die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen schaffen müssen, damit ein Land einem demokratischen System Stand halten kann", sagte der Premier.

Italien verstärkt bei seinen Bemühungen im Kampf gegen den Menschenhandel die Beziehungen zu Libyen. Nach dem italienischen Innenminister Matteo Salvini reiste am Samstag auch Außenminister Enzo Moavero Milanesi nach Tripolis, wo er vom Vizepremier Ahmed Maiteeg empfangen wurde. Moavero Milanesi führte auch Gespräche mit dem libyschen Regierungschef Fayez al-Sarraj.