Politik | Ausland
03.04.2018

Israelische Soldaten erschossen Israeli im Westjordanland

Der arabische Israeli soll laut Armeeangaben in einen Halteplatz für Autostopper gefahren und geflohen sein,

Israelische Soldaten haben am Dienstag einen arabischen Israeli durch Schüsse getötet, der im besetzten Westjordanland mit seinem Auto in eine Haltestelle für Anhalter krachte. Wie die israelische Armee mitteilte, ereignete sich der Vorfall in der Nähe der jüdischen Siedlung Ariel, südlich der palästinensischen Stadt Nablus.

Der Fahrer habe sich in einem gestohlenen Fahrzeug befunden und sei verfolgt worden. Nach dem Unfall habe er versucht, zu Fuß zu fliehen und sei erschossen worden.

Keine Angaben über weitere Tote

Ob sich an dem Halteplatz für Autostopper Menschen befanden, war zunächst nicht klar. Die Armee sprach zunächst nicht von einem Angriff, kündigte aber weitere Untersuchungen an. Zwischen Oktober 2015 und Dezember 2017 wurden in Israel und den Palästinensergebieten hunderte Menschen bei Angriffen getötet. Die meisten der getöteten Palästinenser hatten nach Angaben der israelischen Behörden Angriffe mit Messern, Schusswaffen oder Autos verübt. In den vergangenen Monaten ging die Gewalt etwas zurück.