Politik | Ausland
29.05.2018

Israel greift nach Granatenbeschuss Ziele im Gazastreifen an

Die israelische Armee bestätigte, sie operiere aktuell im Gazastreifen. Die zu hörenden Explosionen hingen damit zusammen.

Nach Granatenbeschuss aus dem Gazastreifen hat die israelische Luftwaffe ein Ziel in dem Küstengebiet angegriffen. Ein militärischer Stützpunkt der Organisation Islamischer Jihad sei getroffen worden, berichteten palästinensische Medien am Dienstag. Die israelische Armee bestätigte, sie operiere aktuell im Gazastreifen. Die zu hörenden Explosionen hingen damit zusammen.

Bereits früher am Morgen hatte es Berichte von israelischen Angriffen in dem Küstengebiet gegeben. Augenzeugen berichteten, mindestens drei Stellungen der im Gazastreifen regierenden radikalislamischen Hamas und des verbündeten Islamischen Jihad seien getroffen worden.

Militante Palästinenser im Gazastreifen hatten am Dienstagmorgen Dutzende Mörsergranaten auf Israel abgefeuert. Die israelische Armee teilte mit, die meisten der Geschoße seien von dem Abwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen worden. Zunächst war von Beschuss mit Raketen die Rede gewesen.

Islamischer Jihad soll verantwortlich sein

Israelische Medien berichteten, man gehe davon aus, dass die militante Palästinenserorganisation Islamischer Jihad für die Mörsergranatenangriffe auf Israel verantwortlich sei. Am Sonntag waren bei einem israelischen Angriff im südlichen Gazastreifen drei Mitglieder des bewaffneten Flügels der Organisation getötet worden.

Es war das erste Mal seit Beginn der Proteste entlang der Gaza-Grenze am 30. März, dass Geschoße auf Israel abgefeuert wurden. Seit Ende März sind mehr als 120 Palästinenser bei Massenprotesten und Konfrontationen mit israelischen Soldaten am Grenzzaun zwischen Israel und dem Gazastreifen getötet worden. Tausende wurden verletzt.