Politik | Ausland
10.07.2017

Islamisten nahmen 100 IS-Kämpfer in Syrien gefangen

Eine rivalisierende, islamistische Gruppierung, die der Terrororganisation "Al-Kaida" nahesteht, hat Mitglieder der Terrororganisation "Islamischer Staat" verhaftet.

In der syrischen Provinz Idlib haben islamistische Rebellen nach eigenen Angaben etwa hundert Kämpfer der rivalisierenden Jihadistenmiliz " Islamischer Staat" (IS) gefangen genommen. Die einflussreiche Islamisten-Allianz Hayat Tarir al-Sham (HTS), die von der Al-Kaida-nahen Gruppe Fatah al-Sham dominiert wird, gab dies am Sonntag über ihren Sprecher bekannt.

Ein AFP-Reporter berichtete, maskierte HTS-Kämpfer würden in Idlib Autos und Personalien kontrollieren. Nach Angaben des HTS-Sprechers wurden auch in der Stadt Sarmin in der nordwestlichen Provinz Idlib IS-Stützpunkte durchsucht. Dabei seien unter anderem "dutzende Sprengsätze und Sprengwesten" entdeckt worden.

Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte die Festnahme dutzender IS-Anhänger in der Provinz, die von Aufständischen kontrolliert wird. Demnach gibt es dort IS-Schläferzellen, aber auch IS-Kämpfer, die aus anderen syrischen Provinzen geflüchtet sind.