IS-Miliz griff Armeeflughafen in Homs an

Die Silhouette einer Kanone vor einem Nachthimmel mit Mond und Sternen.
Die Terrorgruppe Islamischer Staat soll eine Offensive im Westen des Landes gestartet haben.

Die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) haben laut Syrischer Beobachtungsstelle für Menschenrechte einen Armeeflughafen in der syrischen Provinz Homs angegriffen. Der Agriff erfolgte als Teil einer Offensive gegen Regierungstruppen im Westen des Landes. Der Flughafen soll sich in Tadmur befinden.

Zuvor war in Hama gekämpft worden, der IS versuchte dort eine Straße von Hama nach Aleppo zu blockieren.

Nach Einschätzung der Beobachtungsstelle hat der IS die Offensive gestartet, um die Moral seiner Kämpfer nach den Niederlagen gegen die Kurden in der Schlacht um Kobane im Nordosten Syriens zu stärken. Für die Regierungstruppen von Präsident Bashar al-Assad stellt die Offensive eine Herausforderung dar. In den vergangenen Monaten machten sie gegen die deutlich schwächeren Rebellengruppen im Westen Boden gut und konnten große Gebiete bis zur Küste unter ihre Kontrolle bringen.

Bürgerkrieg in Syrien

Der Konflikt in Syrien begann ursprünglich 2011 mit Protesten gegen die Regierung von Präsident Bashar al-Assad. Der Aufstand eskalierte zu einem Bürgerkrieg, bei dem inzwischen Extremistengruppen mit vielen ausländischen Kämpfern ihre eigenen politischen und religiösen Ziele verfolgen. So hat die Miliz Islamischer Staat in Teilen Syriens und Iraks ein Kalifat ausgerufen, in dem ein radikal-islamisches Gesellschaftssystem mit harschen Strafen herrscht. Mehr als 200.000 Menschen haben in dem Konflikt bisher ihr Leben verloren. Mehrere Millionen sind auf der Flucht.

Die Rebellengruppen haben nach Erkenntnissen der Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch zahllose Verbrechen gegen Zivilisten begangen. Dieses Vorgehen könne auch nicht mit dem Verweis auf Verbrechen der Regierungstruppen gerechtfertigt werden, erklärte die Organisation in einem am Montag veröffentlichten Bericht. Es gebe eine Spirale der Gewalt, bei der die Rebellen ebenso skrupellos wie die Regierungstruppen handelten. Für die Zivilbevölkerung habe dies verheerende Auswirkungen.

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