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Politik Ausland
05/05/2019

Impfpflicht gegen Masern: Deutscher Minister legte Entwurf vor

Plan: Wer nicht gegen Masern impft, muss mit Geldstrafen von bis zu 2.500 Euro und Ausschluss vom Kindergarten-Besuch rechnen.

In Deutschland hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) einen Gesetzentwurf zur Impfpflicht gegen Masern vorgelegt. Diese solle mit Geldstrafen von bis zu 2.500 Euro und einem drohenden Ausschluss vom Kindergarten-Besuch durchgesetzt werden.

Alle Kinder, die einen Kindergarten oder die Schule besuchen, sollen dem Minister zufolge gegen Masern geimpft sein. "Wer dort neu aufgenommen wird, muss das nachweisen", betonte Spahn. Wer aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden könne, müsse dies mit einer ärztlichen Bescheinigung nachweisen.

Kinder ohne Impfschutz sollen künftig vom Kindergarten-Besuch ausgeschlossen werden. Bei Schulen sei dies nicht möglich, da dort die Schulpflicht gelte. Aber wer sein Kind nicht impfen lässt, dem sollen Geldstrafen in Höhe von bis zu 2500 Euro drohen.

Obwohl laut jüngsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts 93 Prozent der Kinder in Deutschland gegen Masern durchgeimpft sind, hält Spahn eine Impfpflicht für unerlässlich. "Ich will die Masern ausrotten", sagte Spahn der "Bild am Sonntag". Dafür müssten mindestens 95 Prozent zwei Masernimpfungen haben.