Hahn zum Job-Interview bei Juncker
Die Bildung der neuen "EU-Regierung" ist in vollem Gange: Am Dienstag hat der neue Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Gespräche mit den von den Mitgliedsstaaten nominierten Kandidaten aufgenommen. Heute, Mittwoch, ist Österreichs alter und neuer Kommissar Johannes Hahn zum Job-Interview bei Juncker.
Als Regionalkommissar hat sich Hahn einen guten Namen gemacht – dennoch gilt es als fix, dass er das Ressort mit dem großen Budget abgeben muss.
In Kommissionskreisen heißt es, Hahn werde erneut ein "gewichtiges" Ressort bekommen, das entweder wirtschaftlich oder außenpolitisch ausgerichtet ist. Im Kollegium der 28 Kommissare zählt Hahn zu den erfahreneren, weswegen er für eine der Prioritäten in Juncker Programm zuständig sein soll.
Schenkt man den Gerüchten in Brüssel glauben, so ist Hahn für mehrere Ressorts im Gespräch: Als derzeit wahrscheinliche Varianten werden Umwelt, Landwirtschaft und "Digitale Agenda" gehandelt. Auch für Wissenschaft und Verkehr soll Hahn ein Kandidat (gewesen) sein. Ebenso als Wettbewerbs-Kommissar – wobei dieser Posten eher an ein größeres EU-Land gehen dürfte.
Juncker will noch diese Woche mit allen 28 Kandidaten sprechen und dann kommende Woche sein Team präsentieren. Ein Fragezeichen im Zeitplan ist Belgien, das als einziges Land noch keine(n) Kommissar(in) nominiert hat – in Brüssel ist man drei Monate nach der Parlamentswahl Ende Mai noch mit der Bildung der eigenen Regierung beschäftigt.
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