Athen plant Steuer-Amnestie

Eine griechische 1-Euro-Münze mit einer Eule und Sternen.
Das ganze Paket soll der Eurogruppe am Montag vorgelegt werden.

Immer mehr Details werden über die Pläne der Regierung Tsipras bekannt: Griechische Bürger, die Schwarzgeld aus dem Ausland wieder ins Land zurücküberweisen, sollen eine teilweise Steueramnestie erhalten. Im Gegenzug sollen sie eine einmalige Steuerabgabe zahlen. Diesen Plan der Regierung in Athen bestätigte am Dienstag die stellvertretende Finanzministerin Nadja Valavani im griechischen Fernsehen ANT1. "Ihnen soll eine Möglichkeit gegeben werden, sie auf freiwilliger Basis anzumelden und dafür eine Steuer zu bezahlen", sagte Valavani.

Das restliche Reformpaket soll der Eurogruppe laut einem Regierungssprecher bis Montag vorliegen. "Das wird bis spätestens Montag geschehen", sagte Regierungssprecher Gabriel Sakellaridis dem Fernsehsender Mega TV am Dienstag. Es werde um strukturelle Veränderungen und nicht um Sparmaßnahmen gehen. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz rechnet noch in dieser Woche mit einer Einigung im Schuldenstreit. "Ich glaube, dass bis Ende der Woche ein neuer Vertrag erreicht wird, der ausreicht, um den dringendsten Finanzbedarf zu lösen", sagte Schulz der La Repubblica.

Am Montag war Regierungschef Tsipras in Berlin und traf dort Kanzlerin Angela Merkel. Die Töne waren versöhnlicher als zuletzt. Tsipras lud Merkel auch nach Griechenland ein, ein Datum steht noch nicht fest.

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