Giftanschlag auf britisches Generalkonsulat in Deutschland

Julian Assange in einem dunklen Anzug und einer gemusterten Krawatte.
Konsulat in Düsseldorf soll "toxische Quecksilbersubstanz sowie ein Drohschreiben" erhalten haben. Absender fordern Verzicht auf Auslieferung von Wikileaks-Gründer Assange.

Auf das britische Generalkonsulat in Düsseldorf ist offenbar ein Giftanschlag verübt worden. Die Staatsanwaltschaft der deutschen Landeshauptstadt untersucht derzeit eine "verdächtige Briefsendung", wie Staatsanwaltschaft Martin Stücker am Mittwoch sagte. Ermittler haben die Sendung mit hochtoxischer Quecksilbermischung gegenüber der Deutschenpresseagentur bestätigt. Zu Schaden soll niemand gekommen sein.

Schreiben fordert Verzicht der Auslieferung

Dem Gift lag auch ein Schreiben bei. Darin habe der noch unbekannte Absender, die Absenderin die britischen Behörden dazu aufgefordert, den inhaftierten Wikileaks-Gründer Julian Assange nicht an die US-Behörden auszuliefern.

Assange sitzt seit über zweieinhalb Jahren in London in Haft. Die USA fordern seine Auslieferung. Dort droht dem 50-Jährigen unter anderem wegen des Vorwurfs der Spionage eine lange Gefängnisstrafe. Kürzlich ging die gerichtliche Auseinandersetzung um die mögliche Auslieferung in eine neue Runde.

Kommentare