George gegen Chuck: Promis im US-Wahlkampf

Im Rennen um Wahlkampfspenden können Barack Obama und Mitt Romney auf völlig konträre Prominente vertrauen.

Sie bringen jede Menge Geld und auch den ein oder anderen Wähler: Prominente Unterstützer sind im US-Präsidentschaftswahlkampf Gold wert. Jüngstes Beispiel ist Schauspieler Morgan Freeman, der Obama dieser Tage die Kleinigkeit von einer Mio. Dollar aufs Wahlkampfkonto überwies. Welche Stars sich für Obama und Romney ins Zeug legen, lesen Sie in folgender Bildergalerie. Hollywood-Schauspieler Morgan Freeman möchte Barack Obama weitere vier Jahre im Weißen Haus sehen. "Er hat in diesen historisch schwierigen Zeiten außerordentliche Arbeit geleistet", sagt der Schauspieler. Und flugs war Obamas Wahlkampfkonto mit 1 Mio. Dollar aufgefüllt. Prominentester Fan von Barack Obama ist wohl Schauspieler George Clooney. Im Mai sammelte er an einem einzigen Dinner-Abend mehr als 15 Mio. Dollar für die Kampagne des Präsidenten ein.  "Zu den Leuten, die man gewählt hat, muss man auch stehen und für sie eintreten", sagt Clooney. Auch Hollywood-Schauspielerin Scarlett Johansson und... ...ihre Kollegin Reese Witherspoon werben für Obama. Leonardo DiCaprio hat für den US-Präsidenten schon oft in den Säckel gegriffen. US-Talkshow-Queen Oprah Winfrey unterstützte Obama schon, als er noch keiner breiten Öffentlichkeit bekannt war. Seitdem hat sie zahlreiche Kampagnenauftritte für ihn absolviert. US-Basketball-Superstar LeBron James ist der prominenteste Unterstützer des US-Präsidenten aus der Sportwelt. Auch das Musikerpaar Jay-Z und Beyonce befürwortet die Politik des Demokraten. Microsoft-Kogründer Bill Gates legt sich ebenfalls für Obama ins Zeug. Aber nicht alle Stars bringen dem Demokraten diese Loyalität entgegen. Oscar-Preisträger Matt Damon etwa wirft Obama vor, viele seiner politischen Versprechen nicht gehalten zu haben. Auch die Sänger Melissa Etheridge und Harry Belafonte und US-Regisseur Michael Moore sind von Obama enttäuscht. Etwas anders sieht die Liste der Promi-Unterstützer bei Obamas republikanischen Rivalen Mitt Romney aus. Musiker Kid Rock zum Beispiel ist seit 2011 ein glühender Befürworter Romneys und tritt regelmäßig bei seinen Wahlkampf-Events auf. Chuck Norris - jener Mann, dem nachgesagt wird, er könne Zwiebeln zum Weinen bringen - unterstützte im Vorwahlkampf der Republikaner noch Kandidat Newt Gingrich. Jetzt ist der Actionheld aber ins Lager von Romney gewechselt. Oder war es umgekehrt? Einer der wichtigsten Geldgeber von Romney ist der exzentrische Milliardär und Beinahe-Präsidentschaftskandidat Donald Trump. Mit skurrilen Aussagen (etwa zu Obamas angeblich gefälschter Geburtsurkunde) kostet er dem republikanischen Kandidaten aber viele Nerven. "Amerika sollte von einem Businessman geführt werden", findet KISS-Bandmitglied Gene Simmons. Daher unterstützt auch er Romney. 2008 hatte Simmons noch für Obama gestimmt. Seit Jahren setzen sich Brad Pitt und Angelina Jolie öffentlich für die Homo-Ehe (ein Anliegen der Demokraten) ein. Ausgerechnet Pitts Mutter ist aber strikt dagegen - und unterstützt stattdessen die Republikaner. Zum Überdruss von Brangelina gab auch Jon Voight, der Vater von Angelina Jolie, seine Meinung zu dem Thema ab. Der Erzkonservative will ebenfalls Mitt Romney gewinnen sehen und "freut" sich über Jane Pitts Äußerungen. Mehr dazu HIER. Der republikanische Präsidentschaftskandidat kann auch auf die Wahlkampfspenden von Filmproduzent Jerry Bruckheimer ("Top Gun", "Fluch der Karibik") vertrauen. Eine Überläuferin ist Model Cindy Crawford. 2008 war die 45-Jährige noch auf Obams Seite, Anfang Juni sammelte sie jedoch bei einem Spendenmarathon über 10,2 Mio. Dollar für Romney. Chuck Norris, Scarlett Johansson und George Clooney.
(KURIER / jt) Erstellt am
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