Politik | Ausland
14.07.2018

Fundamentalisten griffen Somalias Präsidentenpalast an

Autobomben in der Hauptstadt Mogadischu. Vier tote Milizkämpfer, ein toter Regierungssoldat.

Bei einem Angriff der sunnitischen Terrorgruppe Al-Shabaab auf den Präsidentenpalast in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind vier Milizkämpfer und ein Regierungssoldat getötet worden. Die Terroristen hatten am Samstag zwei Autobomben nahe dem Regierungssitz gezündet und danach auf den Palast geschossen, wie der Sicherheitsbeamte Abdullahi Ali der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Bei dem Vorfall seien zudem mindestens sieben Zivilisten verletzt worden, sagte der Polizeibeamte Ahmed Bashane. Einige von ihnen befänden sich in kritischem Zustand. Auch fünf Sicherheitskräfte wurden demnach verletzt. Die Zahl der Opfer könne noch steigen.

Autobomben

Nach Angaben Bashanes wurde die erste Autobombe von einem Selbstmordattentäter detoniert, die zweite sei ferngezündet worden. Al-Shabaab reklamierte den Anschlag später über ihren Sender Radio Andalus für sich.

Terroristen wollen Gottesstaat erreichten

Die sunnitische Terrorgruppe kontrolliert weite Teile im Zentrum und Süden des Landes. Die Terroristen greifen regelmäßig Regierungsgebäude und teure Hotels in der Hauptstadt an.

Die mit Al-Kaida verbundenen Fundamentalisten kämpfen in Somalia seit Jahren für die Errichtung eines sogenannten Gottesstaats. Bei Anschlägen und Angriffen haben sie bisher Tausende Menschen getötet. Eine 22.000 Mann starke Truppe der Afrikanischen Union (AU) unterstützt die somalischen Streitkräfte im Kampf gegen Al-Shabaab.