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Politik Ausland
10/03/2019

Messerattacke in Paris: Angreifer tötet vier Polizisten

Ein Verwaltungsbediensteter griff mehrere Polizisten in der Pariser Polizeipräfektur an. Er wurde anschließend erschossen.

Bei einer Messerattacke in der Pariser Polizeipräfektur sind laut französischen Medien insgesamt fünf Menschen getötet worden. Vier Polizisten seien ums Leben gekommen, auch der Täter sei tot, berichteten die Nachrichtensender BFMTV und Franceinfo am Donnerstag.

Laut Medien war der Täter ein Verwaltungsbediensteter der Polizeidirektion, die im Herzen der Hauptstadt liegt. BFMTV berichtete, wahrscheinlicher Hintergrund der Tat sei ein interner Konflikt innerhalb der Polizeibehörde. Der Bereich in der Nähe der Kathedrale Notre-Dame wurde weiträumig abgesperrt. Laut BFMTV kam Innenminister Christophe Castaner zum Tatort.

Die Tat ereignete sich gegen 13.00 Uhr. Der mutmaßliche Täter habe ein Keramikmesser benutzt, berichtete BFMTV. Er sei nach dem Angriff erschossen worden. 

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo meldete sich sogleich auf Twitter zu Wort: "Die Zahl der Opfer ist hoch, mehrere Polizisten kamen ums Leben. Meine Gedanken sind bei den Familien der Opfer und ihren Angehörigen."

Der Täter arbeitete Ermittlern zufolge bei der nachrichtendienstlichen Abteilung der Pariser Polizei, die unter anderem für den Kampf gegen Extremisten zuständig ist. Er soll für Computer zuständig gewesen und eine Behinderung gehabt haben.

Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben Hinweisen nach, wonach es einen Konflikt zwischen dem Täter und Kollegen gegeben habe. Ein Augenzeuge der Messerattacken berichtete, unter den Polizisten sei Panik ausgebrochen. "Ich habe einen Schuss gehört", sagte der Dolmetscher, der in dem Präsidium Dienst hatte. "Alle rannten, viele haben geweint."

Ein Mitarbeiter der Polizeigewerkschaft Alliance, Loic Travers, sagte dem Sender BFM-TV, der Täter habe mehr als 20 Jahre in dem Präsidium gearbeitet. Er habe als "vorbildlicher Angestellter ohne Vorgeschichte" gegolten.

Am späten Donnerstagnachmittag machte Frankreichs Innenminister Christophe Castaner nähere Angaben zum mutmaßlichen Täter. Der Mann sei ein 45 Jahre alter Angestellter in der Verwaltung gewesen und zuvor nie negativ aufgefallen, sagte Castaner am Donnerstag vor der Polizeistation in der französischen Hauptstadt.

Der mutmaßliche Täter habe seit 2003 in der Polizeipräfektur gearbeitet. Bei den Opfern handle es sich um eine Frau und drei Männer, erklärte der Pariser Chefermittler Remy Heitz, der Castaner begleitete. Der Wohnsitz des mutmaßlichen Täters werde durchsucht, so Heitz. Die Ermittlungen blieben zunächst bei der Staatsanwaltschaft von Paris. Er stehe aber im ständigen Kontakt mit der Anti-Terror-Staatsanwaltschaft. Weitere Untersuchungen sollten Licht in das Motiv der Tat bringen. 

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