Politik | Ausland
02.07.2018

Französische Soldaten bei Attacke in Mali verletzt

Zwei Zivilisten getötet. Al-Kaida-Ableger bekannte sich zu Anschlag auf Anti-Terror-Einheit.

Bei einem Anschlag in Mali sind zwei Zivilisten getötet und mehrere französische Soldaten einer Anti-Terror-Mission verletzt worden. Ein Attentat habe am Sonntag die Bevölkerung der Stadt Gao und die Truppe der Operation Barkhane getroffen, teilte der französische Generalstab auf Twitter mit.

Ein Sprecher der malischen Streitkräfte bestätigte den Angriff. Zwei Zivilisten seien dabei getötet worden, sagte Diaran Kone am späten Sonntagabend. Der Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida in Mali reklamierte den Angriff für sich, wie die auf dschihadistische Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group am Montag berichtete.

Demnach erklärte die Terrorgruppe, es habe sich um ein Selbstmordattentat gehandelt. Der Anschlag sei eine Nachricht für den französischen Präsidenten Emmanuel Macron gewesen. Macron kam am Montag beim Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) in Mauretanien an. Er wollte dort unter anderem mit den Vertretern der Sahel-Länder Burkina Faso, Mali, Mauretanien, Niger und Tschad über den Fortschritt beim Aufbau der Anti-Terror-Truppe der fünf Staaten sprechen.

Bei dem Vorfall in Gao seien auch acht Barkhane-Soldaten und zwölf Zivilisten verletzt worden, sagte der malische Militärsprecher Kone. Von französischer Seite gab es dafür am Montag auf Anfrage zunächst keine Bestätigung. Die französische Nachrichtenagentur AFP sprach unter Berufung auf den Pariser Generalstab nur von vier Verletzten auf der Seite der französischen Soldaten.

Frankreich kämpft in der Sahelzone mit der um die 4.500 Soldaten starken Militäroperation Barkhane gegen islamistische Terroristen. Viele der Extremisten, die sich in den Weiten der Sahara verstecken, haben der Terrororganisation Al-Kaida die Treue geschworen.