Rom
03/17/2017

Flüchtlingsgipfel: Italien will Kontaktgruppe aufbauen

Die italienische Regierung will die permanente Zusammenarbeit zwischen der EU und nordafrikanischen Ländern fördern.

Bei dem am Sonntag und Montag geplanten Flüchtlingsgipfel in Rom will Italien die Weichen für eine permanente Kontaktgruppe aus den EU-Ländern, die am stärksten mit der Flüchtlingsproblematik konfrontiert sind, und einigen nordafrikanischen Ländern stellen. Auch Österreich wird Mitglied der Kontaktgruppe sein.

Am Flüchtlingsgipfel beteiligen sich neben Gastgeber Italien auch Deutschland, Frankreich, sowie die italienischen Nachbarländer Österreich, Schweiz und Slowenien, wie der italienische Innenminister Marco Minniti bei einer Pressekonferenz am Freitag berichtete.

Minniti ist im Vorfeld des Gipfels nach Wien geflogen, wo er Innenminister Wolfgang Sobotka über die Inhalte des Gipfels in Rom informiert hat. Sobotka wird Österreich beim Gipfel in Rom vertreten.

Zum Gipfeltreffen in Rom eingeladen sind auch Malta, das den EU-Vorsitz innehat, sowie EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos.

Strategien gesucht

Auf nordafrikanischer Seite werden der libysche Ministerpräsident Fajis al-Sarraj sowie die Innenminister von Tunesien, Algerien und Ägypten erwartet. Ziel sei es, Strategien für die Stabilisierung der Lage im zentralen Mittelmeerraum, für die Kontrolle der libyschen Küste, sowie der südlichen Grenze Libyens zu entwickeln, sagte Minniti. Italien sei ein Grenzland und könne seine Erfahrung im Umgang mit der Flüchtlingsproblematik in den Dienst der gesamten Union stellen.

"Wir wollen eine stabile und operative Kontaktgruppe aufbauen, die mit der EU eine gemeinsame Strategie in Sachen Migration und Entwicklung im zentralen Mittelmeerraum entwickeln kann. Bisher war die Flüchtlingsproblematik vor allem für Italien von ausschlaggebender Bedeutung, heute ist sie eine gesamteuropäische Frage. Es ist wichtig, dass von Rom aus neue Impulse für neue Lösungen in der Flüchtlingsproblematik gegeben werden", so Minniti.

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