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Politik Ausland
04/08/2019

Flüchtlingsansturm nach Falschmeldungen über offene Grenze

Etwa 2.000 Menschen wollten die Grenze überqueren und weiter nach Nordeuropa gelangen.

Von der einen Seite der Sperre wurden Steine und Flaschen geworfen, von der anderen Seite reagierte die Polizei mit dem Einsatz von Tränengas und Blendgranaten. An der Grenze zwischen Griechenland und Nordmazedonien war es am vergangenen Wochenende zu schweren Zusammenstößen zwischen Polizei und Migrantengruppen gekommen. Grund dafür waren Falschmeldungen, die sich über soziale Medien verbreitet hatten, wonach die Grenze mit Anfang April geöffnet und ein organisierter Grenzübertritt möglich sei. Zusätzlich hieß es, dass Menschenrechtsorganisationen mit Bussen bereitstünden, um beim Grenzübertritt zu helfen. Wie die Welt berichtet, soll in dem Posting von einem "Konvoi der Hoffnung" die Rede gewesen sein.

Etwa 2.000 Menschen waren daraufhin aus ganz Griechenland zum grenznahen Flüchtlingslager Diavata gekommen, von wo aus sie zur etwa 60 Kilometer entfernten Grenze und weiter nach Nordeuropa gelangen wollten. Unter ihnen waren auch viele Kinder.

Posting "eine Lüge"

Bei dem Posting handelte es sich allerdings um eine Falschmeldung, wie der griechische Migrationsminister Dimitris Vitsas mitteilte: "Es ist eine Lüge, dass die Grenzen offen sein werden", sagte er dem staatlichen TV-Sender ERT. Woher das Posting kam, ist noch nicht bekannt, womöglich wurde es von einer Schlepperbande veröffentlicht.

Auch in Griechenlands Hauptstadt Athen hatten sich Migranten versammelt, um weiter in Richtung Norden zu reisen. 300 Menschen hatten am Freitag den Hauptbahnhof besetzt, der Bahnverkehr wurde daraufhin für mehrere Stunden eingestellt.

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