Flüchtlinge von Griechenland nach Finnland umgesiedelt
Die Umverteilung von Flüchtlingen aus Griechenland in andere EU-Staaten nimmt offenbar doch Fahrt auf: Montag früh flogen 111 Flüchtlinge aus Athen nach Finnland ab. Wie die griechische Migrationsbehörde mitteilte, handelte es sich um 16 Familien sowie 52 Minderjährige. In ihrer Mehrheit waren sie Syrer und Iraker, wie das Staatsfernsehen (ERT) berichtete.
Die Umsiedlung von Migranten aus Griechenland in andere EU-Staaten hatte vor gut einem Jahr begonnen. Sie geht aber bisher mühsam voran.
Der für die Migration zuständige griechische Minister, Ioannis Mouzalas, erklärte im griechischen Fernsehen, er sei "verärgert" über die Haltung einiger EU-Staaten. Bisher seien nämlich nur rund 5.000 Flüchtlinge umgesiedelt worden. Die EU hatte aber vergangenes Jahr beschlossen, dass bis Oktober 2016 30.000 Menschen aus Griechenland in andere EU-Staaten umgesiedelt werden sollten.
Die griechischen Flüchtlings- und Registrierlager - vor allem die sogenannten Hotspots auf den Inseln im Osten der Ägäis - sind überfüllt. Die Migranten sind frustriert. Es kommt immer wieder zu Gewaltausbrüchen. Die Asylverfahren kommen wegen Personalmangels nur mühsam voran.
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