Politik | Ausland
22.06.2018

Flüchtlinge: Ankünfte übers Mittelmeer 2018 stark zurückgegangen

Auch der Zahl der auf der Flucht gestorbenen Menschen ging deutlich zurück.

40.944 Migranten sind heuer über das Mittelmeer nach Europa gereist. Das meldet die Internationale Organisation für Migration (IOM) in Genf. Zum Vergleich: In den ersten 171 Tagen im Jahr 2017 waren es 84.675 Menschen, 2016 über 217.997.

Den stärksten Rückgang bei Ankünften verzeichnet Italien mit einem Minus von 78 Prozent auf der so genannten Mittelmeerroute. In italienischen Häfen kamen zwischen Anfang Jänner und 20.Juni 16.228 Migranten an, 12.155 landeten in Spanien, 12.514 in Griechenland und 47 in Zypern.

 

Zurückgegangen ist auch die Zahl der bei der Flucht übers Mittelmeer gestorbenen Menschen. Waren es 2017 2.133, so ging die Zahl heuer auf 960 zurück (Jänner bis 20. Juni).

Der italienische IOM-Verantwortliche Flavio Di Giacomo berichtete, dass die in Italien ankommenden Flüchtlinge von Stress und Erschöpfung gezeichnet waren. Die Ankommenden berichteten auch von Gewalt seitens der Schlepper, viele wurden vor ihrer Überfahrt eingesperrt, die Männer wurden geschlagen, die Frauen vergewaltigt.