© APA/AFP/SHAH MARAI

Kommentar
08/13/2021

Finsternis statt Freiheit

Die USA lernen in Afganistan erneut: Intervention im Namen des Guten, gepaart mit Naivität, endet im Desaster

von Andreas Schwarz

„Enduring Freedom“, so nannten die USA ihre Militärintervention in Afghanistan – „andauernde Freiheit“ von der Herrschaft der Taliban für Afghanistan, von der Terrorhydra El Kaida für die Welt nach 9/11.

20 Jahre und Tausende tote Soldaten später haben die internationalen Truppen das Land am Hindukusch verlassen, die USA schicken noch schnell 3.000 Soldaten nach Kabul, um den Abzug des letzten Personals zu sichern – denn die Taliban stehen kurz davor, das Land unter ihre mittelalterliche Kontrolle zu bringen.

Das „Friedensabkommen“ des Donald Trump mit den Taliban? Die Bitten der Biden-Administration, den Vormarsch zu stoppen? – Die USA lernen nach Vietnam und Irak einmal mehr, dass Interventionspolitik gegen das Böse im Namen der Demokratie, gepaart mit einem gerüttelt Maß an Naivität, im Desaster endet. Und Helmdraufhauen am Ende keine Lösung ist. Bitter: Den Afghanen droht nun andauernde Finsternis.

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