Türkische Polizeikräfte

© Deleted - 1113036

Türkei
12/24/2016

Festnahmen in der Türkei wegen Beiträgen in Social Media

Begründet werden die Festnahmen mit Aussagen zur kurdischen Arbeiterpartei PKK.

In der Türkei sind im Zuge des Anti-Terror-Kampfes der Regierung in den vergangenen sechs Monaten 1.656 Menschen wegen ihrer Beiträge in sozialen Medien festgenommen worden. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu am Samstag meldete, wird in Tausenden weiteren Fällen ermittelt. Dabei geht es unter anderem um Aussagen zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Die Regierung hat zudem nach Angaben von türkischen Experten für Internet-Sicherheit den Zugang zum Netz beschränkt. Demnach wurden auch Tunnelverbindungen wie VPN, mit denen sich Sperren umgehen ließen, blockiert. Zehntausende Webseiten und Tausende Twitter-Konten waren schon zuvor nicht zugänglich.

Ermittlungen wegen Beleidigung im Internet

Die türkischen Behörden ermitteln gegen 10.000 Menschen wegen "terroristischer" Aktivitäten, weil sie im Internet die Regierung beleidigt haben sollen. Die Ermittlungen seien Teil des "Kampfes gegen den Terrorismus", teilte das Innenministerium am Samstag mit.

In den vergangenen sechs Monaten seien mehr als 1.600 Menschen wegen Äußerungen im Internet festgenommen worden.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Kommentare