EU und Iran drücken aufs Tempo

Federica Mogherini bei einer Rede vor einem dunklen Hintergrund.
Mogherini: "Die Verhandlungen müssen innerhalb der vereinbarten Zeit zu einem Abschluss gebracht werden."

Die Europäer und der Iran drücken bei den Verhandlungen über das umstrittene Atomprogramm der Islamischen Republik aufs Tempo. "Die Verhandlungen müssen innerhalb der vereinbarten Zeit zu einem Abschluss gebracht werden", erklärte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am späten Donnerstagabend in Brüssel nach einem Treffen mit dem iranischen Außenminister Mohammad Javad Zarif.

Beide Seiten stimmten überein, dass mit Blick auf ein Abkommen keine Zeit vergeudet werden dürfe. Am späten Nachmittag traf Zarif seinen deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier in Berlin. Auch Steinmeier verwies darauf, dass eine Ende 2013 erzielte Übergangsvereinbarung inzwischen zweimal verlängert wurde. "Wir sind der gemeinsamen Auffassung: Man kann die Verlängerungen nicht endlos fortsetzen", erklärte Steinmeier. Am Freitag wird Zarif zu Gesprächen mit dem französischen Außenminister Laurent Fabius in Paris erwartet.

Nach früheren Angaben aus Genf sollen die Verhandlungen zwischen dem Iran und den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland (5+1) am Sonntag weitergeführt werden. Die Hauptstreitpunkte sind die Menge der iranischen Urananreicherung sowie ein Zeitpunkt für die Aufhebung der für Teheran lähmenden Wirtschaftssanktionen.

Der Westen will sicherstellen, dass der Iran nicht unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms Atomwaffen erlangt. Im März soll zunächst die Grundlage für eine Einigung in dem zwölfjährigen Dauer-Konflikt geschaffen werden. Eine umfassende Einigung soll bis Juli erzielt werden.

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