EU-Parlament lehnt Verordnung zur Pestizidreduktion bis 2030 ab
Die Abgeordneten des Europaparlaments haben die geplante Reduktion von Pflanzenschutzmitteln um 50 Prozent bis 2030 in der EU am Mittwoch in erster Lesung abgelehnt. Die Berichterstatterin zu dem geplanten Gesetz, die österreichische Grünen-EU-Abgeordnete Sarah Wiener, sprach nach der Abstimmung von einem „schwarzer Tag für die Umwelt und die Gesellschaft“. Der Vorschlag sah zudem eine 65-prozentige Reduzierung von „gefährlichen Pestiziden“ vor.
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299 EU-Parlamentarier stimmten gegen den Text, 207 stimmten mit „Nein“ und 121 enthielten sich. Die Abgeordneten versperrten sich auch einer von Wiener geforderten Zurückweisung in den zuständigen Ausschuss. Somit ist nun der Rat - also die EU-Mitgliedstaaten - am Zug, einen Gesetzesvorschlag auszuarbeiten, über den dann wiederum in zweiter Lesung im Parlament abgestimmt werden kann.
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