Juncker begrüßt "Diktator" Orban

EU-Gipfel sind eine bierernste Angelegenheit? Aktuelle Bilder aus Riga lassen zweifeln.

"Hallo, Diktator!" - Aber Orbans Lächeln sitzt. Spaniens Außenminister Jose Garcia-Margallo wurde von Jean-Claude Juncker quasi-militärisch begrüßt. Frankreichs Staatschef Francois Hollande wurde zuerst von Jean-Claude Juncker geherzt, ... ... bevor ihn Kanzler Werner Faymann begrüßte. Auch für EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hatte Juncker eine - nicht überlieferte - Weisheit zu bieten. Dem griechischen Premier Alexis Tsipras legte er allem Anschein nach das Tragen eines Langbinders nahe. Der belgische Premierminister Charles Michel wurde ganz im Stil des ehemaligen französischen Nationaltorwarts Fabien Barthez auf die Glatze geküsst. Not amused: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. Alles in allem: Ein nettes Familientreffen der EU-Granden.

Sichtlich gut gelaunt nahm EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die EU-Staats- und Regierungschefs am zweiten Tag des EU-Gipfels in Riga in Empfang (mehr über den ersten Tag lesen Sie hier). Auf dem Programm stand die EU-Ostpartnerschaft, was den Luxemburger nicht davon abhielt, den Tag mit dem einen oder anderen Scherzchen zu starten.
Eine Analyse der Beschlüsse des EU-Gipfels in Riga lesen Sie hier.

So begrüßte er etwa den ungarischen Ministerpräsidenten Victor Orban mit den Worten "Hallo, Diktator!" Der rechtskonservative Politiker war in der Vergangenheit immer wieder wegen seiner autoritären Politik unter Beschuss geraten. Orban bewahrte sein Lächeln; ob und was er antwortete, konnten die anwesenden Journalisten allerdings nicht hören. Auch gegenüber anderen Gipfelteilnehmern war Juncker zu Scherzen aufgelegt.

Die Bildbeweise:

(KURIER / pmd) Erstellt am
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