Politik | Ausland
26.06.2018

EU-Erweiterungsblockade: Hahn warnt vor Folgen in der Region

Die EU habe am Balkan schon viel erreicht, sagte Hahn. So sei in Montenegro die Opposition wieder ins Parlament zurückgekehrt.

EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn hat vor negativen Folgen einer EU-Erweiterungsblockade für Mazedonien und Albanien gewarnt. Hahn betonte am Montagabend bei einem EU-Assoziationsrat mit Montenegro in Luxemburg, es sei wichtig, ein positives Signal an die Region zu senden, nicht nur an die beiden Länder.

"Was soll denn sonst erwartet werden, als einen Konflikt nach 27 Jahren zu lösen, als Bedingung, um eine Stufe weiter zu kommen?", fragte Hahn in Anspielung auf die Lösung im Namensstreit zwischen Mazedonien und Griechenland. "Wenn das nicht belohnt wird in bedeutsamer Art und Weise, wird das unverzügliche und große Auswirkungen auf die Stabilität der Region haben."

Die EU habe am Balkan schon viel erreicht, sagte Hahn. So sei in Montenegro die Opposition wieder ins Parlament zurückgekehrt. Kosovo habe ein Grenzabkommen mit Montenegro abgeschlossen. "All dies ist das Resultat einer europäischen Perspektive." Er glaube daher an rationale politische Entscheidungen, sagte der EU-Kommissar.