Mitarbeitern des Gesundheitswesens der University Health in Indianapolis, USA, proben die Verabreichung des Impfstoffs.

© REUTERS/BRYAN WOOLSTON

Politik Ausland
12/12/2020

Erste Corona-Impfung in USA laut Trump "in weniger als 24 Stunden"

In den USA erhielt der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer eine Notfallzulassung.

Nach der ersten Notfallzulassung fĂŒr einen Corona-Impfstoff in den USA hat der abgewĂ€hlte US-PrĂ€sident Donald Trump seinen Landsleuten erste Impfungen noch an diesem Wochenende versprochen. "Der erste Impfstoff wird in weniger als 24 Stunden verabreicht werden", kĂŒndigte Trump in einem am Freitagabend (Ortszeit) von ihm auf Twitter veröffentlichten Video an.

Seine Regierung habe bereits damit begonnen, den Impfstoff des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und des US-Unternehmens Pfizer an alle US-Bundesstaaten zu verschicken. Deren Gouverneure wĂŒrden entscheiden, an wen die Impfungen dort als erstes verabreicht wĂŒrden.

Trump betonte, Impfungen seien fĂŒr alle Amerikaner kostenfrei. Mit Blick auf die Entwicklung des Impfstoffs in Rekordzeit sagte er: "Das ist eine der grĂ¶ĂŸten wissenschaftlichen Errungenschaften der Geschichte." Der Impfstoff werde Millionen Menschenleben retten "und die Pandemie bald ein fĂŒr alle Mal beenden".

Trump sieht dies als seinen Erfolg an 

Trump prÀsentierte die Entwicklung als einen Erfolg seiner Regierung, was allerdings nicht zutreffend ist. Der PrÀsident sagte weiter: "Die Pandemie mag in China begonnen haben, aber wir beenden sie genau hier, in Amerika."

Der Republikaner Trump hat die Wahl in den USA am 3. November gegen den Demokraten Joe Biden verloren. Das fĂŒhren Experten auch auf Trumps Krisenmanagement in der Pandemie zurĂŒck, dem Amerikaner in Umfragen ein schlechtes Zeugnis ausstellen. Biden soll am 20. JĂ€nner vereidigt werden. Der Demokrat will sofort danach einen 100-Tage-Plan zum Kampf gegen das Coronavirus starten.

Die Pandemie ist in den USA weiterhin außer Kontrolle. Am Mittwoch hatte die Zahl der Toten an einem einzelnen Tag erstmals bei mehr als 3.000 gelegen. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen lag nach Statistiken der Johns-Hopkins-UniversitĂ€t in den vergangenen Tagen jeweils bei mehr als 200.000.

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