Politik | Ausland
09.07.2018

Eritrea und Äthiopien erklären Afrikas längsten Krieg für beendet

Der Kriegszustand zwischen den beiden ostafrikanischen Ländern ist nach fast zwanzig Jahren vorbei.

Zwanzig Jahre lange befanden sich  Eritrea und Äthiopien im Kriegszustand. Eritrea gehörte bis zu seiner Unabhängigkeit 1993 zu Äthiopien. Die beiden afrikanischen Nachbarländer hatten sich ab 1998 zwei Jahre lang wegen der Ziehung der Grenzen zwischen ihnen bekämpft. Zwischen 55.000 und 150.000 Menschen sollen dem Krieg manchen Schätzungen zufolge zum Opfer gefallen sein. 1,35 Millionen Menschen wurden darüber hinaus zu Flüchtlingen.

Der Konflikt endete zwar im Jahr 2000 mit einem Abkommen, der Friedensvertrag wurde aber nie vollkommen umgesetzt und immer wieder entstanden Spannungen zwischen den Staaten.

Am Montag gaben die Staatsoberhäupter in Eritreas Hauptstadt Asmara bekannt, dass der Kriegszustand vorbei sei. Ein Friedens- und Freundschaftsabkommen sei unterzeichnet worden. Die diplomatischen Beziehungen würden wieder aufgenommen.