Drei Blauhelmsoldaten in Südsudan getötet
Bei einem Angriff auf eine UN-Basis im Südsudan sind drei indische Soldaten der internationalen Friedenstruppe getötet worden. Dies sagte der ständige Repräsentant Indiens bei den Vereinten Nationen, Asoke Kumar Mukerji, am Donnerstag in New York. Es sind die ersten Opfer aufseiten der Friedenstruppe seit Ausbruch der jüngsten Unruhen in dem Land.
Auch Opfer unter Zivilisten möglich
Die Soldaten wurden demnach bei einer Attacke auf das Lager in Akobo in der Provinz Jonglei getötet. In der Basis haben mehr als 10. 000 Menschen Zuflucht gesucht. Die UN befürchten auch Opfer unter ihnen. "Es gibt Hinweise darauf, dass möglicherweise Zivilisten bei dem Angriff verletzt oder getötet wurden", hieß es in einer im Namen von Generalsekretär Ban Ki Moon verbreiteten Mitteilung.
Österreichern wird zur Ausreise geraten
Nach Auskunft des Außenministeriums befinden sich einige Österreicher im Südsudan, die meisten wollen laut Sprecher Martin Weiss bleiben. Man sei mit allen in Kontakt, es handle sich um Mitarbeiter von Hilfsorganisationen oder Missionare. Allerdings rät das Außenamt allen sich im Südsudan befindlichen Staatsbürgern "dringend zur Ausreise".
Obama schickt Soldaten
US-Präsident Barack Obama appellierte an die Konfliktparteien, die Spannungen friedlich und demokratisch beizulegen. Kämpfe, die dazu dienten, politische Rechnungen zu begleichen oder die Regierung zu destabilisieren, müssten umgehend gestoppt werden. Zuviel Blut sei bereits vergossen worden.
In einem Brief an die Spitzen des Kongresses teilte Obama zudem die Entsendung von rund 45 Soldaten mit. Diese seien bereits am Mittwoch aufgebrochen, um die US-Bürger und die Botschaft im Südsudan zu schützen.
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