Eine Flagge als Symbol des Hasses

Das Banner, das heute vor vielen Regierungsämtern in den US-Südstaaten weht, war die Kriegsflagge der Konföderierten Armee.

Mit dem Austritt von anfangs elf Bundesstaaten aus den Vereinigten Staaten von Amerika begann 1861 der amerikanische Bürgerkrieg. Die so genannte, Konföderation, also die Vereinigung jener Bundesstaaten, die die Sklaverei beibehalten wollten, bekam eine eigene Flagge. Die wurde mehrfach umgeändert, enthält aber im Kern immer die Anzahl der Mitgliedsstaaten der Konföderation auf einem blauen Andreaskreuz vor rotem Hintergrund.

Als Flagge der Armee der Südstaaten-Generals Lee wurde die Flagge schließlich auf dieses Symbol reduziert. So blieb sie auch nach dem Ende des Bürgerkriegs und der Auflösung der Konföderation erhalten. Bis heute ist sie im Süden der USA überall präsent, wird sogar auf Amtsgebäuden und Regierungssitzen gehisst. Im Bundesstaat Mississippi ist sie sogar Teil der Flagge. Für die Südstaatler ist sie Symbol der Eigenständigkeit, aber auch der Ablehnung der Zentralregierung in Washington. Mit den Yankees da oben, so hört man oft, wolle man nichts zu tun haben. Rassistische Vereinigungen wie der verbotene Ku-Klux-Clan oder das Council of Conservative Citizens benützen die Flagge als Ausdruck ihrer politischen Grundhaltung - und die ist, offene Ablehnung des Zusammenlebens von Weißen und Schwarzen.

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