Politik | Ausland
01.12.2018

Deutschland: Rund 235.000 Menschen hätten ausreisen müssen

Die meisten von ihnen dürfen dennoch bleiben, sie werden "geduldet". Für ein Viertel wird es eng.

Insgesamt 57.112 Ausländer ohne Duldung müssten Deutschland eigentlich verlassen. Das geht aus einer Auskunft der deutschen Regierung an die Linken-Abgeordnete Ulla Jelpke hervor. Als offiziell ausreisepflichtig galten Ende Oktober demnach zwar 234.986 Ausländer - doch 177.874 von ihnen und damit drei Viertel waren geduldet.

Bei einer Duldung verzichtet der Staat etwa aus humanitären oder praktischen Gründen auf eine Abschiebung. Die meisten der Ausreisepflichtigen kamen aus Afghanistan, dem Irak und Serbien.

"Ein Großteil der formell Ausreisepflichtigen wird geduldet, viele dieser Menschen dürfen oder sollen aus guten Gründen nicht abgeschoben werden", betonte Jelpke. "Statt nach immer mehr Abschiebungen zu rufen, brauchen wir effektive Bleiberechtsregelungen für diese Menschen."