Politik | Ausland
23.05.2018

Deutschland: Nur noch jeder dritte Bewerber erhält Asyl

Anerkennungsquote für Asylsuchende stark gesunken: Von 62,4 Prozent im Jahr 2016 auf jetzt 32,5 Prozent.

Die Anerkennungsquote für Schutzsuchende in Deutschland ist nach einem Bericht der Zeitung Die Welt im laufenden Jahr stark gesunken. Nur noch bei einem von drei Antragstellern komme das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) zu dem Ergebnis, dass es sich tatsächlich um einen Schutzberechtigten handle, berichtete die Zeitung im Voraus aus ihrer Mittwochausgabe.

Zwischen Jänner und Ende April endeten demnach nur 32,5 Prozent der in diesem Zeitraum 93.381 getroffenen Entscheidungen mit der Vergabe eines der vier Schutztitel. 2017 endeten noch deutlich mehr, nämlich 43,4 Prozent der 603.000 Asylentscheidungen positiv.

Im Rekordjahr 2016 lag die Anerkennungsquote bei 62,4 Prozent. Damals waren wegen der vielen Altfälle mit 696.000 so viele Asylentscheidungen getroffen worden wie noch nie.