Politik | Ausland
29.03.2018

Deutsche Rüstungsexporte nach Beginn türkischer Afrin-Offensive

Deutschland soll nach dem Beginn der türkischen Offensive den Export von Rüstungsgütern für Ankara genehmigt haben.

Die deutsche Bundesregierung hat einem Medienbericht zufolge nach dem Beginn der türkischen Offensive auf Afrin den Export von Rüstungsgütern für Ankara im Wert von 4,4 Millionen Euro genehmigt. Das berichtete das ARD-Hauptstadtstudio am Donnerstag unter Berufung auf eine ihr vorliegende Antwort des Auswärtigem Amts auf eine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag.

Darunter war demnach unter anderem Munition. Dem Bericht zufolge erfasst die Zählung die Genehmigungen seit dem 20. Jänner. Der Wert der Genehmigungen in den davor liegenden Wochen lag demnach bei zehn Millionen Euro.

Die türkische Armee hatte eine Offensive auf das von der kurdischen YPG-Miliz kontrollierte Afrin in Nordsyrien unternommen. Am 18 März nahm sie die Stadt zusammen mit verbündeten syrischen Rebellen ein. Die Türkei betrachtet die YPG wegen ihren engen Verbindungen zur Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als Bedrohung. International ist der Militäreinsatz hoch umstritten, Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nannte die Militäroffensive "inakzeptabel".