Produktion von angereichertem Uran im Iran 2005

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Politik | Ausland
06/10/2019

"Das Tempo steigt": Iran produziert mehr angereichertes Uran

Die Internationale Atomenergiebehörde sieht darin noch keine Verletzung des Wiener Atomabkommens.

Der Iran hat seit der Ankündigung eines Teilausstiegs aus dem Atomabkommen die Produktion von angereichertem Uran wie angekündigt erhöht. "Das Tempo der Produktion steigt", bestätigte der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Yukiya Amano, am Montag am Rande der regulären IAEA-Gouverneurstagung in Wien.

Eine Verletzung des Wiener Abkommens von 2015 leitete er daraus aber nicht ab. Wann die Menge angereicherten Urans die Höchstgrenzen des Vertrags überschreite, sei schwer zu sagen, weil die Produktion nicht immer gleich hoch sei.

Vier Mal mehr

Der Iran hatte am 20. Mai mitgeteilt, die Uranproduktion in der Atomanlage Natanz im Zentraliran sei um das Vierfache erhöht worden. Laut dem jüngsten IAEA-Bericht über die iranischen Aktivitäten hatte Teheran sich bis dahin an alle Vorgaben gehalten. Dies galt für die Grenzwerte für den Reinheitsgrad ebenso wie für die gelagerten Mengen angereicherten Urans und für Schwerwasser. Der Bericht bezog sich auf den Zeitraum bis zum 20. Mai.

Das Abkommen von 2015 soll den Bau einer iranischen Atombombe verhindern. Es sah im Gegenzug für die Einschränkung und Überwachung der iranischen Nuklearaktivitäten eine Rücknahme von Sanktionen vor. Die USA waren im vergangenen Jahr aus dem Abkommen ausgestiegen. Teheran hat das Abkommen nun ebenfalls infrage gestellt.