Politik | Ausland
19.09.2018

Brexit: May dürfte EU-Kompromissvorschlag für Irland abweisen

Laut einem Zeitungsbericht wird Premier darauf beharren, dass jede Lösung für gesamtes Vereinigtes Königreich gelte.

Die britische Premierministerin Theresa May will einem Bericht der "Times" zufolge den jüngsten Kompromissvorschlag der Kommission in den Verhandlungen über den EU-Ausstieg ablehnen. Sie werde den EU-Staats- und Regierungschefs auf dem Gipfel in Salzburg sagen, dass jede Lösung für das gesamte Vereinigte Königreich gelten müsse, berichtet die "Times" am Mittwoch ohne Angaben von Quellen.

Das Britische Pfund rutschte danach auf ein Tagestief. Der zweitägige Gipfel beginnt am Abend. May wird dort ihre Vorstellungen präsentieren.

EU-Brexit-Unterhändler Michel Barnier hatte am Vortag neue Ideen vorgelegt, um den Streit zwischen den Verhandlungsparteien über die irische Grenze zu lösen. Es gehe darum, welche Güter, die in Nordirland aus dem Rest des Vereinigten Königreichs ankommen, kontrolliert werden müssten, und wo, wann und von wem die Kontrollen ausgeführt werden sollten, hatte Barnier gesagt.

Die EU und Großbritannien wollen verhindern, dass nach dem Brexit zwischen dem britischen Nordirland und dem zur EU gehörenden Irland wieder Grenzkontrollen eingeführt werden.

Zuvor hatte auch die nordirische Partei DUP den Vorstoß aus Brüssel als inakzeptabel zurückgewiesen. Das sagte Vizeparteichef Nigel Dodds. Die Meinung der DUP ist wichtig - ohne ihre 10 Sitze hätte May im Parlament keine Mehrheit.