Trauer um Campos

© APA/EPA/FERNANDO BIZERRA JR.

Brasilien
08/18/2014

Zehntausende trauerten um Rousseffs Konkurrenten

Präsidentschaftskandidat Campos starb bei einem Flugzeugabsturz. Rousseff wurde ausgebuht.

Im Herbst wird in Brasilien gewählt - und einer der Kandidaten starb bei einem Flugzeugunglück. Eduardo Campos war ein Konkurrent der derzeitigen Präsidentin Dilma Rousseff, deren Ansehen - trotz Favoritenstatus - unter den heftigen Protesten während der Fußball-WM stark litt.

Nun nahmen mehr als 160.000 Menschen Abschied vom tödlich verunglückten Campos. In der nordöstlichen Stadt Recife defilierten sie am Sonntag am Sarg vorbei und erwiesen dem sozialistischen Politiker die letzte Ehre. Anschließend wurde im Beisein von Rousseffs und deren Amtsvorgänger Luiz Inacio Lula da Silva ein Gottesdienst unter freiem Himmel gefeiert. Der von einem Feuerwerk begleiteten Beisetzung des Verstorbenen wohnten die beiden Politiker nicht mehr bei. Bei ihrer Ankunft in Recife war Rousseff von der Menge ausgebuht worden. Zum Schutz der Trauerfeierlichkeiten waren 250 Polizisten abgestellt worden.

Ermittlungen

Der 49-jährige Campos war am Mittwoch mit seinem Privatflugzeug, das er für seinen Wahlkampf nutzte, in der brasilianischen Küstenstadt Santos abgestürzt. Alle sieben Insassen starben. Die Ermittlungen zur Absturzursache dauern an.

Umfragen sahen Campos auf Platz drei. Seine Partei will voraussichtlich am Mittwoch entscheiden, wer an Campos' Stelle in den Wahlkampf ziehen soll. Als Favoritin gilt örtlichen Medien zufolge die 56-jährige Umweltpolitikerin Marina Silva.

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