Der britische Außenminister Boris Johnson mit US-Amtskollegen John Kerry

© REUTERS/POOL

Großbritannien
10/16/2016

Boris Johnson: "Kein Appetit" auf Eingreifen in Syrien

Die "sogenannten militärischen Optionen" seien "extrem schwierig". Verfügbar seien dagegen diplomatische Mittel.

Die USA und Großbritannien sehen derzeit wenig Chancen für ein militärisches Eingreifen des Westens in Syrien, um das andauernde Bombardement der von Rebellen gehaltenen Viertel Aleppos zu stoppen. Das machten US-Außenminister John Kerry und sein britischer Kollege Boris Johnson bei einer Pressekonferenz am Sonntag in London deutlich.

"Präsident Obama hat keine Option vom Tisch genommen", sagte Kerry. Dennoch seien die Chancen auf eine militärische Option gering. Man erwäge aber weitere Sanktionen gegen das syrische Regime und seine Unterstützer.

"Mangel an Appetit"

Boris Johnson stellte ebenfalls einen "Mangel an Appetit" auf weiteres militärisches Eingreifen in Syrien fest. Die "sogenannten militärischen Optionen" seien "extrem schwierig". Verfügbar seien dagegen diplomatische Mittel. "Ich glaube, die wirkungsvollste Waffe, die wir zur Zeit haben, ist unsere Fähigkeit, Präsident Putin und die Russen die Konsequenz ihres Handelns spüren zu lassen, sagte Johnson.

Kerry hatte sich am Sonntag in London mit Johnson und Vertretern Frankreichs, Deutschlands und Italiens getroffen, um über die jüngsten Entwicklungen in den Syrien-Gesprächen zu beraten.

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