Boko-Haram brannten erneut Dörfer nieder

Eine Soldatin in Tarnkleidung und Helm hält ein Gewehr und blickt in die Ferne.
Im Nordosten Nigerias haben Terroristen mindestens 30 Menschen getötet.

Kämpfer der Extremistengruppe Boko Haram haben bei Angriffen auf zwei Dörfer im Nordosten Nigerias mindestens 30 Menschen getötet. Wie Einwohner der etwa 15 Kilometer entfernten Stadt Chibok am Freitag berichteten, wurden die beiden Dörfer Thlaimakalama und Gatamarwa bei den Angriffen am Vortag niedergebrannt.

Gestern ist auf ein Dorf im Niger direkt an der Grenze zu Nigeria eine Bombe abgeworfen worden und inmitten einer Trauerzeremonie eingeschlagen. 36 Menschen seien durch die Explosion getötet worden, 27 weitere verletzt worden, teilten die nigrischen Streitkräfte am Mittwoch mit. Das Flugzeug wurde zunächst nicht identifiziert. Politiker verdächtigten die nigerianische Luftwaffe, die den Vorwurf zurückwies. Die Bombe schlug am Dienstagnachmittag während einer Beerdigungszeremonie neben der Moschee im Dorf Abadam an. In der Region sind die Streitkräfte aus dem Niger und aus dem Tschad gegen die Boko Haram im Einsatz.

Boko Haram kämpft seit 2009 mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. In Chibok hatten die radikalen Islamisten im vergangenen April fast 300 Mädchen aus einer Schule entführt. Die meisten von ihnen werden immer noch vermisst.

Kommentare